Bedroht die Maskenflut unsere Meere? Einflüsse von Einwegmasken auf das globale Klima

von Steffen Bergschmied

Die COVID-19 Pandemie und die damit einhergehenden Einschränkungen von touristischen Reisen, Tagespendlern und Freizeit in der eigenen Wohnung, haben im Sommer 2020 einen positiven Einfluss auf die Umwelt Europas und der globalen Gemeinschaft gezeigt. Temporäre Verbesserung der Luftqualität in Städten, verringerter Ausstoß von Treibhausgasen und reduzierte Lärmbelästigung haben der Umwelt auch in Deutschland einen erholenden Atemzug erlaubt.

Wie auch wir, haben viele Menschen wiederverwendbare Funktionsmasken genutzt, die durch ihre hohe Lebensdauer und Waschbarkeit Einwegmasken für den Alltag mit Abstand obsolet gemacht haben. Durch die steigenden Fallzahlen in Europa besteht nun eine Medizinmasken Pflicht, die auch wir als Copperline Europe unterstützen, da die Nutzung zertifizierter Schutzausrüstung somit gestärkt wird, was uns am Ende alle schützt. Dennoch sind die ökologischen Auswirkungen der Einmalmasken aus Polyethylen (Kunststoff) bedenklich. Bereits 2020 wurden über 1,65 Milliarden Einwegmasken in Ozeanen entsorgt. Dies entspricht über 6000 Tonnen nicht-kompostierbares Material.

Auch in unseren Nachbarschaften werden die Folgen der Entsorgung auffällig: Bereits seit mehreren Monaten sieht man Einwegmasken auf den Straßen, auf Parkplätzen und sogar auf Waldwegen. Diese Masken sind durch ihr Material nicht kompostierbar und stoßen beim Verbrennen viele Schadstoffe sowie Treibhausgase aus. Viel schlimmer, die achtlos weggeworfenen oder verlorenen Masken tragen unter Umständen noch Viren an sich, die gutmeinende Wegwerfer nun berührt haben.

Das Recycling von korrekt entsorgten Schutzprodukten ist zudem aufwendig: alle Masken sind potenziell kontaminiert. Deshalb sind Gesundheitseinrichtungen wie Krankenhäuser verpflichtet einmal getragene Masken als Sondermüll zu entfernen. Der somit entstandene Müll muss durch verschiedene Verfahren desinfiziert werden und kann oft nicht wieder in den Wertstoffkreislauf aufgenommen werden.

Rundum: die ökologischen Folgen reichen von Ressourcen-Verschwendung zu realer Gefahr für die Wälder und Wiesen auf der ganzen Welt.

Was kann also die Alternative sein? Zunächst sind filternde Einlegefilter nach FFP2 Standard eine Möglichkeit das verbrauchte Material drastisch zu verringern, da nur der bänderlose Filter entsorgt werden muss. Das verwendete Filtermaterial besitzt identische Eigenschaften wie das in zertifizierte Atemmasken. Zu beachten ist jedoch die richtige Über-Maske, da ein sicherer und enganliegender Halt verhindert, dass Atemluft und Aerosole an lockeren Stellen ein- oder austreten können.

Noch besser für die Umwelt sind wiederverwendbare Atemmasken die waschbar und trotzdem filternd sind. Die erlaubten MNS Masken sind dreilagig und einige Produzenten orientieren sich bei der Produktion von Community Masken an diesem Attribut. Durch ihre Wiederverwendbarkeit können bestimmt Funktionsmasken über 200 Stunden getragen werden ohne Einbußen in ihrer Funktionalität zu haben. Antivirale Masken die mit Kupfer funktionieren können nicht nur länger getragen werden ohne Viren und Bakterien zu kultivieren, sie sind zudem durch ihre anti-mikrobischen Eigenschaften kein Sondermüll.


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